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Anlog zu dem Bericht von Kurt Meiling…

Fahrräder und speziell E-Bikes gehören zum Standard-Zubehör beim Caravaning. Wobei sich Fahrräder mit elektrischem Rückenwind mittlerweile einen gewichtigen Anteil erobert haben. Wir haben uns mit dem Electra townie Go! ein supercooles Retro-E-Bike aus den USA in einem Praxis-Test genauer angeschaut.

Hochwertige Ledergriffe am Markenlenker. (Foto: det)

Die Fahrradmarke Electra wurde 1993 in San Diego, Kalifornien von dem Schweizer Benno Bänziger und dem Deutschen Jeano Erforth gegründet. Electra Räder sollen nicht dem Sporttreiben dienen, sondern den Spaß am Fahrradfahren wieder in den Vordergrund rücken.
Inspiriert von den Fahrrädern der 50er Jahre begann Electra 1993 Beachcruiser zu entwerfen und herzustellen. Inzwischen umfasst das Sortiment sieben Beureihen an bequemen und stylischen Cruisern für ein entspanntes Fahren. Das townie Go! wurde bei der Electra-Deutschland-Premiere im Jahr 2012 als erstes E-Bike von Electra gezeigt.

Problemloses Handling

Gestartet wir das townie Go über einen Hauptknopf am digitalen Bosch-Display. Also kein großer Firlefanz, der Fahrer kann noch den Unterstützungsmodus des Motors in vier Stufen (Eco, Tour, Sport und Turbo) vorwählen, den Akku in der Anzeige checken und los geht´s. Ein zweiter Kopf schaltet die Beleuchtung ein und man hat zusätzlich einen „Schiebemodus“, der es gestattet, mit dem townie Go zu gehen, ohne es schieben zu müssen. Prima!

Tolle Fahrleistungen

Seine Qualitäten entwickelt das townie Go! beim Fahren. Dank eines relativ tiefen Einstiegs – unser Testbike war zudem noch eine bequeme Damenversion – können auch ungelenke oder ältere Personen das Rad prima “entern”. Flat Foot Technology heißt das von Electra patentierte Zauberwort.
Das ergonomische Design basiert auf Drehung der traditionellen Sitzposition um 23 Grad nach hinten, Vertiefung des Sattels und Versetzung der Pedale nach vorne. In der so entstehenden Haltung tritt man einwandfrei, baut Körperspannung und Kraft auf und fährt einfach effizient.
Es bedeutet in der Praxis, dass man aufrecht und bequem radeln kann und beim Halten und Stehen, ohne aus dem Sattel zu gehen, die Füße komplett am Boden hat. Und das klappt, beim townie kommt sofort ein urbequemes Fahrgefühl auf, man fühlt sich auf Anhieb wohl auf dem Rad. „Cruisen wie auf einem Chopper“, so haben unsere Tester begeistert das Fahren mit dem Electra-Bike anschaulich beschrieben.
Dazu tragen sich der große, sehr bequeme Sattel und der gut geformte Lenker bei. Stabil und einhundertprozent sicher macht das Radeln mit dem schicken Retrobike einfach nur Spass und sorgt für hohe Aufmerksamkeit in der Umgebung. Extrem lässig!
Bedienung und Handling sind denkbar einfach, die Shimano Nexus Achtgang-Schaltung und die V-Brake-Bremsen sowie die Beleuchtungsanlage machen einen hochwertigen Eindruck.

Kraftvoller Motor

Der 250-Watt Bosch Antrieb ist Schwerpunkt-optimiert im Bereich Tretlager als Mittelmotor untergebracht und schiebt das giftgrüne Gefährt mächtig an. Geschwindigkeiten von 25 bis 30 km/h sind problemlos und sicher realisierbar, eigentlich schade, aber rechtlich geboten, daß nach Erreichen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit der Motor abregelt.
Der Lithium-Ionen-Akku wird über den Hauptschalter am Display aktiviert und ist mit einem Schlüsselschalter gegen Diebstahl gesichert und abnehmbar. Er wird über ein externes Netzteil mit Strom versorgt und kann so auch zu Hause oder in der Garage geladen werden. Erstaunlich war die relativ lange Standzeit von über 60 Kilometern bei normaler Fahrweise.

Sytlisches Zubehör

Das Retro-Bike Electra ist Kult geworden und entsprechend hat man sich nicht nur Gedanken um hochwertige, langlebige Fahrräder gemacht oder über eine umweltgerechte Produktion nachgedacht. Auch das Thema Zubehör steht bei Electra hoch im Kurs.
So bietet der Hersteller praktische und pfiffige Zubehörteile für seine Räder an. Klingeln in über 100 Dekors, Sättel in diversen Designs, Schutzhüllen, Tragetaschen, Racks oder sogar Tassen und Cup-Holder im Electra-Design sind im Angebot. Leider war das bei schnellen E-Bikes wichtige Warngerät Klingel beim Testrad nicht vorhanden, wir mussten mit einer profanen Baumarkt-Klingel nachrüsten.

Fazit:

Das Electra townie Go! ist ein stabiles und sehr hochwertiges E-Bike mit hohem Sicherheitsfaktor. Absolute Alleinstellung ist das sehenswerte Retro-Design und das superbequeme Fahren und Cruisen mit dem Rad. Technik der Spitzenklasse kostet Geld, aber mit etwa 2.000,- Euro für den schicken Reisebegleiter liegt das Bike in der eher günstigen Preisklasse.
Info: www.electrabike.com

Externer Praxis-Test

Um die Testeindrücke durch einen “unbefangenen” Radfahrer abzurunden, hat sich Kurt Meiling aus Königswinter in einem einwöchigen Praxis-Test des Electra Bikes angenommen. Hier seine Einschätzung:
Der erste Anblick dieses Fortbewegungsgerätes ist eine Überraschung, wegen der Farbgebung. Ich war positiv überrascht, ist aber sicherlich Geschmackssache.
Der edle Ledersattel und die Ledergriffe, im gleichen Leder, leisten ein weiteres zum angenehmen ersten Eindruck. Nach kurzem Studium des Handbuches geht es auf die erste Tour. Das Fahrrad hat acht Gänge und vier Unterstützungslevels.

Praxis-Tester Kurt Meilling aus Königswinter

Das bedeutet, man hat 32 Einstellmöglichkeiten. Das Schalten funktioniert einwandfrei und mit dem linken Daumen wählt man die Unterstützungslevels, was dazu führt, dass man nach ein paar Kilometern und etlichen Kombinationsversuchen durchaus in der Lage ist, seine Wohlfühleinstellung am Berg und in der Ebene sicher einzustellen.

Am Berg heißt das, dass man mit diesem Gefährt sehr individuell auch trainieren kann, besser als auf einem stehenden Fahrrad im Fitnessstudio, wegen der frischen Luft, die man dabei genießen kann. Das Fahrrad ist äußerst stabil und Sattel- und Lenkradeistellungen sind leicht durchzuführen.
Das elektrische Zubehör ist vom feinsten, weil von Bosch. Nach dem Schalten am Berg, rutscht die Kette manchmal, was wahrscheinlich nur an der Spannung liegt.
Ein Kuriosum: Bei der ersten Ausfahrt wollte ich auf einem Fußgänger – Fahradmischweg vor mir auftauchende Fußgänger mir der Klingel warnen. Die war aber nicht vorhanden. Ich denke, das sollte zur Grundausstattung gehören.

Mein Fazit:
Sehr zufrieden, vor allem wegen der kinderleichten Handhabung.